30.11.2009

Musik, 2 3 4

Heute Morgen - ich stand unter der Dusche - kam mir ein komisches Fragment aus der Vergangenheit in den Sinn. Überhaupt ist das Badzimmer, scheints, ein Echter Kreativraum für mich. Stellt sich nur die Frage, sollte ich zukünftig komplette Tage dort verbringen?

Als ich mich nun mit warmem Wasser berieseln lies, war ich gedanklich plötzlich in meiner Jugend angelangt, in der Schule genaugenommen.
Eine, - die damals keiner mochte - Mathelehrerin, ist mir heute noch am positivsten in Erinnerung.
Eigentlich war es fast surreal, zuerst lernten wir nichts. Wir wurden nach dem Motto “Tu ich Dir nichts, tust Du mir nichts” unterrichtet. Unsere Lehrerin gab alles, neue Themen zu vermeiden und wir gaben alles Sie dabei zu unterstützen. Wenn ich nicht Irre, war es die 7. Klasse. Eh schon bekannt, als eine der schlimmsten Altersstufen. Die Pubertät der Lernunwilligen schlägt hier exakt zu.
Am Ende des Schuljahres war dann wohl allen klar, dass irgendwas nicht passte. Kurz darauf kam eine neue Mathelehrerin. Sie erklärte uns dann kurz und knapp, wir holen das auf und alle müssten mitziehen. Auf Einzelschicksale kann keine Rücksicht genommen werden :) Das setzte Sie dann auch perfekt in die Tat um. Die gesamte Klasse motzte und trotzdem war sie irgendwie auch cool dabei. Einige Klassenarbeiten mussten genehmigt werden, denn wenn mehr als 30% als mangelhaft oder ungenügend gewertet werden, so muss der Schulrektor dies bestätigen. Heute kann ich sagen, dieser Matheunterricht ist wirklich hängen geblieben. Und hey, so schlimm war es nun wirklich nicht. Eigentlich war sie sogar ziemlich cool.

Absolut nichts gebracht hat hingegen der Musikunterricht. Noch heute frage ich mich, wieso dort das Gesangstalent eines jeden bewertet wird. Was kann ich denn nun dagegen tun, dass ich nicht singen kann? Vermutlich unterstützt Dieter – Superstar – Bohlen mich, wenn ich jetzt behaupte: Egal wie viel ich auch übe, ich werde nie gut singen… Überhaupt, mir hat mir bis heute keiner wirklich beigebracht, wie das zu laufen hat :) Im Gegenteil, Entweder du kannst (gute Note) oder Du kannst nicht (schlechte Note).
Eigentlich wundert es mich wirklich: Ich liebe Musik, immer und überall. Ich habe mich viel damit beschäftigt und auch selbst schon welche produziert. War in meiner Jugend als Disk Jokey unterwegs, und habe viele, viele Radiosendungen in den Äther gejagt. Mein Gespür für Musik hat dem Publikum dabei fast immer gefallen. Für eine brauchbare Musiknote hat das aber nie gereicht.
Ich kenne begnadete Musiker - sie verdienen verdammt viel Geld mit Ihrer Musik - nur Noten lesen können die nicht. Die hätten dann wohl auch ne 4- auf dem Zeugnis bekommen. Fragwürdig!
So stand ich also heute morgen unter meiner Dusche und fragte mich: Ich liebe Musik, hab sie schon immer geliebt… Wieso habe ich den Musikunterricht gehasst?

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